Hajk Oktober 2011

Sind Schlafsäcke wasserdicht? Und wo bitte ist Ahlten?

Fünf vom Wetterbericht unbeeindruckte Jungs starteten mit uns am 07.10. in das Übernachtungswochenende der Jungpfadfinder. Da es immer wieder stark zu regnen begann, waren alle besonders eifrig dabei, die Kohte so schnell wie möglich aufzubauen (was durch die Übung eine Woche zuvor auch bestens funktionierte). Mit Axt und Säge ausgestattet, bereiteten einige der Jungs das Feuer für den Abend vor, während andere in der Küche ihre kulinarischen Fähigkeiten unter Beweis stellten.

Wir ließen uns vom Regen nicht die Stimmung verderben und genossen ein ausgewogenes Abendessen mit Waffeln, Stockbrot, Marshmallows und Würstchen (dem ein oder anderem soll sogar etwas Gemüse in den Mund gerutscht sein...). Bei einer Nachtwanderung fanden unsere Jungs eine Schatzkarte, die mit etwas Mühe entziffert werden konnte. Wir mussten nach Unterahlten ... oder vielleicht Oberahlten ... oder doch irgendwo dazwischen... Gespannt krochen alle in ihre Schlafsäcke und wurden vom ersten Sonnenstrahl am Morgen sanft geweckt. So zumindest hatten wir es uns vorgestellt... Aber als der Wind die Rauchlochabdeckung mitten in der Nacht weg wehte und das tropfende Geräusch von Wasser auf Plane und Isomatte die Mitarbeiter weckte, mussten ein paar Jungs für die restliche Nacht ins Gemeindehaus umquartiert werden.

Der nächste Tag hat uns aber trotz der düsteren Wetteraussichten voll entschädigt. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns mit gepackten Rucksäcken auf den Weg zur S-Bahn, um nach Ahlten zu fahren und uns einen Weg durch den ahltener Dschungel zu ebnen. Dort trafen wir auf den letzten Roderbrucher Ureinwohner, dessen Alter und Geburtsjahr zwar nicht zueinander passten, der aber als einziger noch einen Hinweis zum Schatz besaß. Mit ihm zusammen haben wir die abenteuerliche Schatzsuche unternommen, die uns einiges abverlangt hat: Wir mussten uns einen Weg durch ein gefährliches Moor bahnen und unsere Entschlossenheit, den Schatz finden zu wollen, in sportlichen Wettkämpfen unter Beweis stellen. Auch die pfadfinderischen Fähigkeiten mussten beim Entschlüsseln einer Morsenachricht und dem Erkennen von Waldläuferzeichen genutzt werden, um nach mehr als 7 Stunden und einer Strecke von über 10 km am Ende doch den sagenumwobenen Schatz zu finden. Bis auf ein paar kleine Schauer, war die Sonne unser ständiger Begleiter auf unserem Weg, worüber wir sehr dankbar sind.

Erschöpft aber zufrieden begannen wir das Essen und das Feuer für den Abend vorzubereiten. Während das "moderat-gewürzte" Gulasch über dem Feuer brutzelte, gaben vier ehemalige Wölflinge ihr Jungpfadfinderversprechen und ein neuer Mitarbeiter sein Pfadfinderversprechen im Fackelschein ab. Bei einem gemütlichen Abendessen in der Kohte verabschiedeten wir uns von Philemon als treuen Wegbegleiter und sangen ihm ein Abschiedslied am Lagerfeuer. Drei Jungpfadfinder hielten trotz der Temperaturen nahe des Gefrierpunkts mit Fellen und Decken ausgestattet noch eine weitere Nacht in der Kohte aus.

Dass Jungpfadfinder gut im Spurenlegen und -entdecken sind, ist ja mittlerweile bekannt. Unsere Jungs haben Sonntagmorgen bewiesen, dass sie auch gut im Spuren verwischen sind, oder hat jemand von euch vor dem Gottesdienst etwas entdeckt, was auf die Jupfi-Übernachtung hingedeutet hätte? ;-)

Gut Pfad,

Dominic

Herrnhuter Losung

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