Übernachtung September 2013

Da steht doch jemand am Fenster!?

Am 27.09.2013 fand in der Gemeinde keine gewöhnliche Jungpfadfinderstunde statt. Es war vielmehr der Beginn für ein kleines Zeltlager an der Gemeinde, um zwei Kinder willkommen zu heißen, die von den Wölflingen zu den Jungpfadfindern gewechselt sind.

Nach der gemeinsamen Singerunde mit den Wölflingen machten wir uns gleich an den Aufbau der Zelte. Um richtige Lageratmosphäre zu verbreiten, sollten die Kinder eine Hochkohte als Versammlungszelt und eine Kohte zum Schlafen aufbauen. Zuerst hatten die Kinder ein paar Anlaufschwierigkeiten, aber nach einiger Zeit und Tipps der Mitarbeiter ging es dann chaotisch weiter. Das Dach der Hochkohte wurde verkehrt herum aufgehängt und anschließend etwa vier bis fünfmal hochgezogen und wieder heruntergelassen, weil etwas vergessen wurde. Weil es langsam schon zu dämmern begann, wurden nicht alle Seitenbahnen angebracht. Die Kinder machten sich stattdessen an den Aufbau der Kohte.

Während die Jungpfadfinder noch ihre Bahnen knüpften, bauten die Mitarbeiter ihre eigene Kohte auf. Das spornte die Jupfis an, doch etwas schneller zu arbeiten, um nicht unter freiem Himmel schlafen zu müssen. Alle Kinder waren eifrig bei der Sache und bald stand auch die Kohte der Jungpfadfinder. Diese begannen nun ihre Sachen in das Zelt zu räumen. Dabei lief ein Kind so schnell auf den Zelteingang zu, dass es nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte und die ganze Kohte zum Einsturz brachte. Die Gesichtsausdrücke der Kinder wechselten von belustigt zu entsetzt und wieder zurück. Während alle Kinder wieder in der Gemeinde verschwanden, stellten wir Mitarbeiter die Kohte schnell wieder auf und sorgten damit für Bewunderung. Die Kinder dachten nämlich, dass wir alles neu aufbauen mussten, dabei haben wir nur die Stangen wieder aufgerichtet und das Seil gespannt. Aber das bleibt unser Geheimnis...

Mittlerweile brannte schon ein schönes Lagerfeuer, auf dem gemeinsam gekocht wurde. Das Essen schmeckt über dem Feuer zubereitet und am Feuer verspeist gleich doppelt so gut.

Wie es sich für ein Lager gehört, musste natürlich auch eine Nachtwache abgehalten werden. Die Kinder saßen also am Lagerfeuer und patrouillierten gelegentlich um das Gemeindehaus herum. Es war schon nach 23 Uhr als plötzlich Licht in der Gemeinde anging und eine dunkle Gestalt am Fenster stand. Aufgeregt betraten die Jupfis das Gemeindehaus und suchten alle Räume ab. Es war nichts und niemand zu finden. Als wir wieder nach draußen gingen, war unser Wimpel verschwunden. Mittlerweile wurde auch den Kindern klar, dass hier ein Überfall stattfand. Als jemand eine dunkle Gestalt mit einem Knicklicht entdeckte ging die wilde Jagd los. Kreuz und quer ums Gemeindehaus wurden die insgesamt drei Personen gejagt und nach und nach gefangen genommen. Allerdings reichten die Fesselungs- und Bewachungskünste der Jupfis nicht aus, so dass die dunkeln Gestalten immer wieder entkommen konnten. Es war schon fast Mitternacht, als alle endgültig festgesetzt und der Wimpel wieder gefunden wurde. Müde aber gut gelaunt krochen alle in ihre Schlafsäcke.

Am nächsten Morgen wurden die Jupfis von den Mitarbeitern mit dem Bundeslied „Allzeit bereit“ geweckt. Zwei der drei dunkeln Gestalten vom Vorabend, nämlich die Wölflingsmitarbeiter, motivierten alle zu einer Runde Frühsport. Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns daran, Schwedenstühle zu bauen. Hierfür musste zunächst viel Holz gesägt und geschliffen, gebohrt und verschraubt und anschließend lasiert werden. Die Arbeiten dauerten fast den ganzen Tag. Zwischendurch spielten wir noch „American Eagle, British Bulldog“ bei dem die Kinder sich fangen und in die Luft heben müssen. Das sorgte natürlich für zusätzliche Erheiterung und Grasflecken auf der Kleidung. Das abendliche Kochen und Essen am Lagerfeuer bildete jedoch noch nicht den Abschluss des Tages.

Der feierliche Höhepunkt war die Aufnahme der ehemaligen Wölflinge als neue Jungpfadfinder. Nach dem Aufsagen des Jungpfadfinderversprechens wurden die beiden in die Sippe der „Tiger“ aufgenommen. Nach einer gemütlichen Runde am Lagerfeuer mit „Gruselgeschichten“ krochen die Jungpfadfinder müde in ihre Schlafsäcke.

Nach einem leckeren Frühstück mit Waffeln machten sich alle daran, die Zelte abzubauen und zum Trocknen aufzuhängen. Die Sonne schien zum Glück, so dass etwas Feuchtigkeit noch vorher abdampfen konnte. Mit verschiedenen Spielen ließen wir das Lager dann langsam ausklingen und übergaben die Kinder müde aber glücklich an ihre Eltern.

Wir hatten eine Menge Spaß und freuen uns schon auf die nächste Aktion mit den Jungpfadfindern und natürlich auf Himmelfahrt 2014, wo wir das 10-jährige Bestehen der Pfadfinder im Roderbruch mit einem Jubiläumslager feiern werden.

Gut Pfad,

Dominic

 

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